Notizbuch
Hazelnote oder Goodnotes: der ehrliche Vergleich zum Lernen.
Beide Apps können Handschrift, PDFs und KI. Der Unterschied liegt darin, was nach dem Mitschreiben passiert.


Inhalt
ÜberblickMitschreiben im NotizbuchAufnahmen und ZusammenfassungenKarteikarten und QuizLernpfad und TutorGeräte, Sync und PreiseFür wenHäufige FragenFazit- Goodnotes ist das breitere Notizbuch: kostenlos zum Einstieg, auch auf Mac, Windows und im Web, mit Suche in der Handschrift und gemeinsamem Schreiben.
- Hazelnote ist für das Lernen danach gebaut: Zusammenfassungen, Karteikarten, ein Lernpfad bis zur Prüfung, Probeprüfungen und ein KI-Tutor zum Sprechen.
- Wer vor allem schreibt und ordnet, ist mit Goodnotes gut bedient, wer für Prüfungen lernt, kommt mit Hazelnote weiter.
Goodnotes ist eine der bekanntesten Notiz-Apps für Tablets, Hazelnote eine junge App für Studium und Beruf. Beide überschneiden sich, setzen aber verschieden an. Hier vergleichen wir sie Punkt für Punkt, mit allem, was Goodnotes besser kann, Stand November 2026.
Hazelnote und Goodnotes im Überblick
Beide Apps sind Notizbücher für Stift und Finger, beide importieren PDFs und nutzen KI. Goodnotes bietet mehr rund ums Schreiben und Teilen, Hazelnote mehr rund ums Lernen. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Hazelnote | Goodnotes | |
|---|---|---|
| Geräte | iPhone, iPad, Android | Apple, Android, Windows, Web |
| Kostenlos | nein, 3 Tage Test | ja, bis 3 Dateien |
| Suche in Handschrift | nein | ja |
| Zusammenfassung einer Aufnahme | auf allen Geräten | nur iOS |
| Karteikarten und Quiz | ja | ja |
| Lernpfad, Probeprüfung, Tutor | ja, mit Pro | nicht genannt |
Mitschreiben im Notizbuch
Beim Schreiben selbst liegen beide nah beieinander. Du schreibst mit Apple Pencil, Stift oder Finger, wählst Papier wie kariert, liniert oder Cornell und beschriftest importierte PDFs. Beide exportieren deine Seiten als PDF. In Hazelnote schreibt der Stift und der Finger blättert und zoomt, sobald der Stift einmal den Bildschirm berührt hat.
Goodnotes kann hier mehr: Es durchsucht deine Handschrift, wandelt sie in Text um und hat Whiteboards, getippte Dokumente und einen Marktplatz für Vorlagen. Hazelnote bringt dafür im Pro-Plan den KI-Stift mit: Du kreist eine Gleichung ein, und die Lösung mit Rechenweg erscheint in deiner Schrift. Goodnotes hat mit seiner Mathe-KI eine ähnliche Hilfe. Vorlagen wie Cornell und Feynman bringt Hazelnote mit, eigene legst du selbst an.
Aufnahmen und Zusammenfassungen
Goodnotes nimmt Ton auf und verknüpft ihn mit dem, was du gerade schreibst: Tippst du später auf eine Notiz, hörst du die passende Stelle. Ein Transkript mit kurzer Zusammenfassung gibt es laut Preisseite für Aufnahmen nur unter iOS. Kostenlos nimmst du bis zu zwanzig Minuten auf, in den Abos unbegrenzt, und mit Pro oder AI Pass transkribiert Goodnotes 99 Sprachen.
Hazelnote macht aus einer Aufnahme, einem PDF, einem Foto, einem Text oder einem Weblink eine geordnete Zusammenfassung: oben das Wichtigste in Kürze, darunter die Abschnitte. Während der Aufnahme fotografierst du Tafel oder Folien, und jedes Foto steht bei seinem Zeitpunkt in der Notiz. Das funktioniert auf iPhone, iPad und Android gleich.
Karteikarten, Quiz und Fragen an deine Notizen
Hier sind sich beide Apps ähnlicher, als viele denken. Goodnotes erstellt mit Study Sets Karteikarten aus deiner Handschrift, plant die Wiederholungen nach dem Prinzip des verteilten Lernens und hat einen Quiz-Generator. Mit Ask Goodnotes stellst du Fragen an deine Notizen.
Hazelnote erstellt aus jeder Notiz Quiz und Karteikarten, zu jeder Frage mit Erklärung, und was du noch nicht kannst, kommt öfter dran. Aus deinem Stoff entstehen auch kleine Lernspiele, zum Beispiel Paare finden. Fragen an deine Notizen beantwortet es nur aus deinem Stoff und mit Quelle. Beides ist schon in Essential enthalten. Lernst du mit dem, was schon erstellt ist, zählt das nie gegen dein KI-Kontingent.
Nur KarteikartenDu wiederholst, aber niemand sagt dir, ob du bis zum Termin durchkommst.
Karteikarten mit PlanJeder Tag hat einen kleinen Schritt, und am Ende prüft dich eine Probeprüfung.
Lernpfad, Probeprüfung und KI-Tutor
Hier liegt der größte Unterschied. Mit Pro sagst du Hazelnote, wann deine Prüfung ist, und bekommst einen Lernpfad mit einem kleinen Schritt für jeden Tag. Am Ende stehen Probeprüfungen mit Fragen aus deinem Stoff, die die KI korrigiert.
Dazu kommt ein KI-Tutor, mit dem du laut über deine Notizen sprichst und den du jederzeit unterbrechen kannst. Aus jeder Notiz macht Hazelnote außerdem eine Hörfassung, kurz, ausführlich oder als Gespräch zwischen zwei Stimmen. Einen Lernplan bis zu einem Termin, Probeprüfungen, einen Tutor zum Sprechen oder Hörfassungen nennt Goodnotes auf seiner Preisseite nicht.
Warum das zählt: Wer bis zur Prüfung regelmäßig in kleinen Einheiten wiederholt und sich vorher unter echten Bedingungen testet, merkt früh, wo es noch hakt. Wie du das auch ohne App angehst, liest du in Ein Lernplan für die letzten zwei Wochen und Probeprüfungen richtig nutzen.
Geräte, Sync und Preise
Goodnotes läuft auf iPhone, iPad, Mac und Apple Vision, unter Android und Windows und im Browser. Eine Bibliothek, die zwischen Apple- und anderen Geräten synchronisiert, gibt es aber nur im Pro-Plan. Hazelnote läuft auf iPhone, iPad und Android, und deine Notizen und Lernsets sind in beiden Plänen auf allen Geräten gleich. Konto, Notizen und Dateien liegen dabei auf Servern in der EU.
Goodnotes hat einen kostenlosen Plan mit drei Dateien und zwanzig Minuten Audio, dazu Jahresabos und auf Apple-Geräten in manchen Ländern einen Einmalkauf. Hazelnote hat keinen kostenlosen Plan: Du wählst Essential oder Pro, das Jahresabo testest du drei Tage kostenlos. Die aktuellen Preise für dein Land findest du auf unserer Preisseite und bei Goodnotes.
So testest du beide
- Goodnotes kostenlos laden und in Hazelnote die Testphase des Jahresabos starten
- Dieselbe Vorlesung in beiden Apps mitschreiben
- Aus der Mitschrift Karteikarten erstellen lassen
- In Hazelnote die nächste Prüfung eintragen und den Lernpfad ausprobieren
Für wen ist welche App?
Die Entscheidung hängt weniger an einzelnen Funktionen als daran, wofür du deine Notizen brauchst. Diese vier Fälle helfen beim Sortieren.
- Goodnotes, wenn du am Mac, unter Windows oder im Browser schreibst, mit anderen an Notizen arbeitest oder deine Handschrift oft durchsuchst.
- Goodnotes, wenn du kostenlos anfangen oder auf Apple-Geräten lieber einmal zahlen willst.
- Hazelnote, wenn du Vorlesungen oder Meetings aufnimmst und daraus Zusammenfassungen und Karteikarten willst, auch unter Android.
- Hazelnote, wenn du auf eine Prüfung hinarbeitest und einen Plan, Probeprüfungen und einen Tutor zum Sprechen nutzen willst.
Häufige Fragen
Fazit
Goodnotes ist das vielseitigere Notizbuch, vor allem wenn du am Mac oder unter Windows arbeitest, deine Handschrift durchsuchen oder mit anderen zusammen schreiben willst. Hazelnote ist die bessere Wahl, wenn deine Notizen am Ende in einer Prüfung sitzen sollen: Zusammenfassung, Karteikarten, Lernpfad, Probeprüfung und Tutor greifen dort ineinander. Weitere Apps findest du in unserem Überblick der Goodnotes-Alternativen.

